Proxion?

Das sogenannte Handle Proxion schleppe ich seit den 90er Jahren des letzten Jahrtausends mit mir rum. Ich mag den Namen und was liegt da näher als ihn auch für's Geschäft zu verwenden? Es hat weiter keine Bedeutung, es gibt allerdings einen Stern mit dem Namen (https://de.wikipedia.org/wiki/Prokyon) und offenbar ist es auch in ähnlicher Schreibweise der wissenschaftliche Begriff für den Waschbären (https://de.wikipedia.org/wiki/Waschb%C3%A4ren).

Meine ersten Erfahrungen mit Computern habe ich, wie viele andere auch, in den 1980er Jahren mit Heimcomputern gemacht. Da mein Vater damals nicht willens war, mir den gerade neu erschienenden Commodore 64 zu kaufen, sondern einen Eaca Video Genie II, stand ich erstmal vor dem Problem: was machen mit dem Rechner? In den USA war das Gerät in Form des TRS80 recht weit verbreitet, in Deutschland eher nicht. Und was ist sinnloser, als ein Computer für den man keine Software hatte?

Was hier zunächst wie ein Problem aussah, war im Nachhinein gar nicht so blöd. Das BASIC-Handbuch war vorhanden und auch gar nicht so schlecht. Ich fing also an, selber zu programmieren. Im Gegensatz zu manchem C64-Besitzer lernte ich also aus der Not heraus das Programmieren und nicht nur zu konsumieren.

Ende der 1980er Jahre hatte ich dann in der Schule erstmalig Kontakt zu einem IBM-kompatiblen PC und Pascal, einer Programmiersprache, die ich bis heute wegen ihrer Struktur und Übersichtlichkeit schätze. 1992 habe ich dann mein Abitur mit Informatik als schriftlichem Prüfungsfach abgelegt.

Nach dem Zivildienst hatte ich mich eigentlich dazu entschlossen an der FH Wolfenbüttel Wirstschaftsinformatik zu studieren. Aufgrund einiger sonderbarer Ungereimtheiten seitens der FH, habe ich mich dann entschlossen an der TU Clausthal Informatik zu studieren. Das das eine grandiose Fehlentscheidung war, merkte ich ziemlich schnell. Ich wollte mich nicht erstmal jahrelang mit irgendwelchen theoretischen Dingen auseinandersetzen. Da zu bin ich offenbar zu sehr Praktiker (und zu wenig Mathematiker)…
In dieser Zeit hatte ich das erste Mal Kontakt zu Linux und Unix und bin seitdem fasziniert von den Möglichkeiten, die ein richtiges Betriebssystem bietet. Windows hatte ich bereits lange zu den Akten gelegt, aber jetzt musste auch OS/2 „dran glauben“, welches ich bis dahin u.a. wegen seines gut funktionierenden Multitaskings verwendet habe, um mit DFÜ zu experimentieren. Für alle später geborenen: DFÜ hat man vor dem Internet benutzt, um Daten auszutauschen … ;-)

Ich habe also 1994 eine Ausbildung zum Datenverarbeitungskaufmann bei OPA gemacht. OPA stellt Software für Optiker und Hörakustiker her. Hier habe ich noch während meiner Ausbildung ein Online-Updatesystem für Preislisten entworfen und gebaut. Damals war das Internet noch nicht in aller Munde, also lief das über ein Mailboxsystem. Selbstverständlich vollautomatisch, weil der gemeine Optiker meistens kein Computerfachmann war. Auch habe ich während dieser Zeit bereits komplette Netzwerke auf Basis von Novell Netware bei Kunden aufgebaut.

Direkt nach der erfolgreichen Ausbildung ging es als Netzwerktechniker zur CVR Lancom nach Herzberg. Neben Reparaturen an jeder Art von Computerhardware, Planung und Realisierung von Computernetzwerken, begann hier die Entwicklung von Firewall und Kommunikationssystemen, wie zum Beispiel Mailserver.

Seit 2001 bin ich als Administrator bei einem mittelständischen Unternehmen in der Automotive-Branche mit Standorten in Deutschland und der Türkei. Hier beschäftige ich mich unter anderem mit

  • Softwareverteilung
  • Inventarisierung von Hard- und Software
  • Konfigurationsmanagement
  • Monitoring
  • Netzwerksicherheit

Und weil einige Kunden aus der CVR-Zeit und auch einige neue Kunden Wert auf meine Dienste legen, habe ich mich vor Jahren dazu entschlossen, nebenbei auch externen Kunden meine Dienste anzubieten. Das war der Beginn von Proxion IT.